Pressebericht zur Jahreshauptversammlung vom 05.03.2013

Schweiger führt SPD Ichenhausen ins Wahljahr. Jahreshauptversammlung bestätigt langjährige Vorsitzende

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereines galt es, eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten. Reine Formsache waren die turnusmäßigen Neuwahlen. Die Mitglieder wählten die Vorsitzende Gerlinde A. Schweiger und ihren Stellvertreter und Kassierer Rudolf Schneider ebenso einstimmig wie die neue Schriftführerin Sabine Mayer. Georg Abt bleibt Vertreter der Fraktion. Als Beisitzer wurden wiedergewählt Angelika Brunner, Manfred Bock, Karl Konrad, Gerald Löffler und Norbert Trautwein. Neu in diesem Gremium ist Hans Bumberger, der gemeinsam mit Werner Bumberger seit vielen Jahren auch als Kassenprüfer tätig ist.

In ihrem Jahresbericht stellte Schweiger die Aktivitäten des Ortsvereines dar. Hierzu zählte die Infoveranstaltung zum neuen Bayerischen Kinderbildungsgesetz. Hier konnte mit der SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Simone Strohmayr eine ausgewiesene Expertin gewonnen werden. Die Veranstaltung fand guten Zuspruch und bot allen Betroffenen die Möglichkeit, ihre Anliegen ausführlich zu diskutieren. Neben dem monatlichen Stammtisch trafen sich auf dem Brücklesfest zahlreiche Mitglieder zum politischen Frühschoppen. Auch die traditionelle Weihnachtsfeier kam gut an. Das Jahresprogramm für heuer sieht – als kleines Dankeschön für langjährige Mitglieder - eine Fahrt in den Landtag vor.

In ihrem Ausblick ging die Ortsvorsitzende auf die anstehenden Wahlen zum Landtag, Bezirkstag und Bundestag sowie die 2014 anstehenden Kommunal- und Europawahlen ein. Sie appellierte an die Mitglieder, sich in die anstehenden Wahlkämpfe einzubringen: „Wir sind auf jeden von Euch angewiesen, um in allen Wahlen den Wechsel herbeizuführen.“

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Von links nach Rechts Gerd Olbrich (Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag), Rudolf Thoma (40 Jahre Mit-gliedschaft), Angelika Brunner (10 Jahre), Frank Otte (Direktkandidat Bezirkstag), Gerlinde A. Schweiger (Ortsvorsitzende) Karl Hammerschmidt (25 Jahre) Rudolf Schneider (Stellvertreter) - Nicht auf dem Foto: Karl Konrad, Heinz Füßl (jeweils 40 Jahre), Ruth Fuchs (25 Jahre), Konstantin Schneider (10 Jahre)

Passend zu diesem Thema stand auch die Wahl der Delegierten für die Nominierungsversammlungen zur Europa- und Kommunalwahl auf der Tagesordnung. Gerlinde A. Schweiger, Rudolf Schneider und Gerald Löffler wurden als Delegierte gewählt. Angelika Brunner, Sabine Mayer und Norbert Trautwein sind Ersatzdelegierte.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion Georg Abt zeigte in seinem Bericht aus dem Stadtrat auf, wie sich dieses Gremium im zurückliegenden Jahr intensiv mit Umwelt- und Energievorhaben beschäftigte. Dabei habe die SPD-Fraktion bei jedem zur Abstimmung stehenden Projekt sorgfältig abgewogen. „Biogasanlagenerweiterungen mit plausiblem Wärmekonzept haben wir zugestimmt. Reine ‚Maisgasanlagen’ unterstützen wir nicht“ so Abt. Nicht nachvollziehbar ist für den Fraktionsvorsitzenden das Verhalten der Gegner der geplanten Windkraftanlagen nähe Autenried. „Da wurden wohl Unterschriften gesammelt, die jedoch bis heute nicht vorgelegt wurden.“ Abt kritisierte, dass die politisch gewollten Hürden für Windkraft wohl so hoch seien, „dass seit einem Jahr keine Fortschritte feststellbar sind. Stattdessen setzt die schwarz-gelbe Politik hierzulande auf das in höchstem Maße umweltzerstörerische Fracking“.

Unter den für langjährige Mitgliedschaft Geehrten befand sich diesmal ein echtes „SPD-Urgestein“ Die Vorsitzende bescheinigte Rudolf Thoma, der seit 40 Jahren im Ortsverein dabei ist, „als Stadtrat und Vertreter der Fraktion im Vorstand hast Du für die SPD sehr viel geleistet“.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Gerd Olbrich, berichtete von einer stabilen Kreisumlage und solider Finanzen bei den Kreiskliniken. Außerdem werde derzeit im Rahmen des von der SPD schon lange vor Fukushima geforderten Energiekonzeptes für den Landkreis eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Olbrich mahnte, „energetisch müssen die Kommunen bei ihren eigenen Gebäuden den Bürgerinnen und Bürgern ein Vorbild sein“. Optimistisch ist der Fraktionsvorsitzende im Hinblick auf die anstehende Landtagswahl. „Mit Christian Ude haben wir einen seriösen und der sozialen Gerechtigkeit verpflichteten Spitzenkandidaten“ so Olbrich. Deshalb seien die Chancen auf einen Machtwechsel sehr gut, insofern solle man sich „von der CSU in Auftrag gegebenen Umfragen“ nicht einschüchtern lassen.

Trotz der bereits vorgerückten Zeit gelang es Frank Otte, dem Direktkandidaten des Landkreises Günzburg für die Wahl des Bezirkstages (Listenkandidatin ist Gerlinde A. Schweiger), auf unterhaltsame und informative Weise sich und sein Programm vorzustellen. „Meine Eltern waren zwar CDU-Wähler; dennoch fand ich den Weg zur Sozialdemokratie“, so der im Ruhrgebiet aufgewachsene Otte. Besonders wichtig sei es, dass „die soziale Balance“ nicht verloren gehe. Die Agenda 2010 habe Deutschland fit für die Zukunft gemacht, es gelte aber, gewisse Korrekturen vorzunehmen. Wer z. B. körperlich hart arbeite, müsse auch schon vor 67 in Rente gehen dürfen. Zum Schluss der gut besuchten Versammlung stimmte Schweiger die Mitglieder mit der Parole „macht die SPD stark, das ist gut für Ichenhausen“ bereits auf die kommende Kommunalwahl ein.